21.03
2022

LRA: Informationen rund um die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis

Registrierung läuft
Die Registrierung der Geflüchteten aus der Ukraine läuft, zur Terminvergabe ist es notwendig, die erforderlichen Anträge zusammen mit den Kopien der Reisepässe per Mail an das Ausländeramt unter auslaenderamt@kreis-nea.de beziehungsweise per Post zu verschicken. Die Antragsformulare sind bei den Gemeindeverwaltungen sowie online auf der Kreisseite (Startseite kreis-nea.de > Ukraine-Hilfe > Aufenthaltserlaubnis, Registrierung, Asylbewerber-Leistungsgesetz > Downloads) erhältlich. Zur Registrierung, für die im Landratsamt Fingerabdrücke abgenommen und ein Portrait-Bild gemacht wird, ist persönliches Erscheinen zwingend notwendig. Die Mitarbeitenden des Ausländeramts bitten um Geduld, zur Terminvergabe werden die Antragsteller nach Eingang aller Unterlagen durch die Behörde automatisch kontaktiert.

Dolmetscher
Um die Geflüchteten zu unterstützen, ist das Landratsamt auf der Suche nach Personen, die sich als Dolmetscher engagieren können. Bürgerinnen und Bürger, die über die notwendigen ukrainischen und deutschen Sprachkenntnisse verfügen werden gebeten, sich unter asyl@kreis-nea.de an das Landratsamt zu wenden.

Führerscheinrecht
Mit einem (gültigen) Führerschein aus einem Drittstaat – fahrerlaubnisrechtlich gehört hier auch die Ukraine dazu – darf ab Wohnsitznahme in Deutschland grundsätzlich nur noch sechs Monate ein Kraftfahrzeug im Umfang des nationalen Führerscheins geführt werden, vorausgesetzt das entsprechende Mindestalter für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse ist erreicht. In diesem Zeitraum müsste gegebenenfalls die Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis beantragt werden, hierfür gelten dieselben Vorschriften einer erstmaligen Erteilung dieser Klasse. Lediglich die vorgeschriebene Ausbildung bei einer Fahrschule entfällt, nicht aber vorzulegende Unterlagen wie Erste-Hilfe-Kurs und Sehtest sowie theoretische und praktische Prüfung.

Hilfeaufruf für Haustiere von Geflüchteten
Die Geflüchteten kommen nicht selten mit liebgewonnenen Haustieren wie Hunden und Katzen in die Region. Technisch ist die gemeinsame Unterbringung der Menschen mit ihren tierischen Familienmitgliedern leider nicht möglich, zumindest nicht, wenn sie in Turnhallen oder ähnlichen Unterkünften untergebracht werden. Zur Überbrückung müssen daher vorrübergehende Pflegeplätze für Hunde oder Katzen gefunden werden bevor sie wieder mit ihren Familien zusammengeführt werden können. Alle Tiere werden beim Veterinäramt im Landratsamt registriert und die Tiere werden in einer tierärztlichen Praxis untersucht und gegen Tollwut geimpft. Die Tierheime im Landkreis tun ihr Bestes, doch werden aus sie einem Ansturm nicht gewachsen sein. Das Landratsamt bittet daher die Bevölkerung um Mithilfe. Wer kann und helfen möchte, der kann sich im Landratsamt unter der Tel. Nr. 09161 92-2020 listen lassen für einen Pflegeplatz. Damit wäre den Kriegsflüchtlingen eine weitere zusätzliche Sorge genommen.