Storck Barracks

1934 begann der Aufkauf von Grundstücken durch die deutsche Regierung. Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines "Luftparks" begonnen, der für die Nutzung durch die Luftwaffe vorgesehen war. Die Gebäude waren ähnlich wie die am Standort Hohenfels ausgelegt und im Widerspruch zu anderen deutschen Kasernen. Zwischen 1935 und 1936 wurde der Fliegerhorst der Luftwaffe angelegt und am 1. Oktober 1936 in Betrieb genommen. Die Kaserne erhielt den Namen "Adolf-Hitler-Kaserne". Mitte April 1945 wird Illesheim von Truppen der 101. US Kavalleriegruppe eingenommen. Die Kaserne erhält Ihren Namen nach dem amerikanischen Kriegshelden Colonel Louis J. Storck.

1964 wurde die Wohnsiedlung "Klein Amerika von Illesheim", 13 Wohnblöcke mit 234 Wohnungen (drei bis sechs Zimmer) für ca. 1000 Bewohner, fertiggestellt. Die Wohnungen mussten jedoch noch brachliegen, da weder die Wasserversorgung noch die Entsorgung des Abwassers nach Bad Windsheim gewährleistet war. Der Kanal musste erst noch gebaut werden. Zwischen 1985 und 1987 wurde ein Flugsimulator errichtet und noch im gleichen Jahr trafen die ersten AH-64A Apache-Kampfhubschrauber in Illesheim ein. 1988 wird das vom Zweckverband Fernwärmeversorgung Illesheim errichtetet Heizwerk eingeweiht. Das 15-Millionen-Projekt wurde von der Stadt Bad Windsheim und der Gemeinde Illesheim errichtet um die Kaserne mit Fernwärme zu versorgen. Durch den Betrieb mit Erdgas wurde eine enorme Reduzierung der Umweltbelastung durch die Abgase der veralteten Anlage in der Kaserne, die mit schwerem Heizöl betrieben wurde, erreicht. Im Jahr 2014 wurde zusätzlich ein Blockheizkraftwerk eingebaut, mit dem auch Strom in das Energienetz eingespeist wird.

Die Storck Barracks (mit dem Illesheim Army Airport) zählen zu einem der modernsten Hubschrauberstützpunkten weltweit. Die Storck Barracks Illesheim gehören zur U.S. Army Garrison (USAG) Ansbach. Dort ist die 12th CAB (Combat Aviation Brigade/Heerresfliegerbrigade) fest stationiert. Weitere Informationen zum Stützpunkt Ansbach, zur Garnison und Brigade finden Sie hier:

https://home.army.mil/ansbach/index.php/about/visitor-information

https://www.12cab.army.mil/

Der US-Militärstandort Ansbach-Katterbach / Illesheim bildet eine strategische Luftverkehrsdrehscheibe für die US-Landstreitkräfte in Europa (USAREUR) und leistet einen erheblichen Beitrag für die NATO und ihren Verbündeten und Partnern. Es werden Kampfhubschraubern AH-64E-Apache und Transporthubschrauber CH-47F Chinook und UH-60/HH-60 Black Hawk zum Einsatz gebracht.

Der Standort Illesheim dient seit Abzug der fliegenden Verbände der 12th CAB seit 2017 als Haupteinsatzbasis sogenannter "Rotationseinheiten" (Atlantic Resolve Rotations) die temporär für rund 9 Monate aus den USA nach Europa verlegt werden und dabei auch von anderen Stützpunkten aus, vorwiegend im östlichen Mitteleuropa (Polen, Lettland, Rumänien und Griechenland) operieren und auch an multinationalen Übungen teilnehmen. Diese Einheiten umfassen rund 80 Hubschrauber / 2.000 Soldaten / 1.000 Fahrzeuge und Gerätschaften. Nachfolgende Einheiten waren seitdem in Illesheim stationiert:

März bis November 2017

10th CAB (Fort Drum/NY), 1-501st ARB (Fort Bliss/TX)

November 2017 bis Juli 2018

1st Cavalry Division (Fort Hood/TX)

Juli 2018 bis Februar 2019

4th CAB (Fort Carson/CO)

Februar bis November 2019

1st CAB (Fort Riley/KS)

November 2019 bis Juli 2020

3rd CAB (Fort Stewart/GA)

seit Juli 2020 bis März 2021

101st CAB (Fort Campbell/KY)

seit April 2021

1st CAB (Fort Riley/KS)

Seit nunmehr über 80 Jahren ist der Flugplatz und die Kaserne ein fester Bestandteil der Gemeinde Illesheim. Mit unseren amerikanischen Gästen werden über Jahrzehnte freundschaftliche Beziehungen und Kontakte gepflegt. Die Kaserne ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde. Es werden hier wesentliche Haushaltsmittel erwirtschaftet. Überdies erfolgt eine Berücksichtigung bei den Schlüsselzuweisungen.

Hinsichtlich der vorhandenen Fluglärmbelastungen für die Gemeindebürger wird kontinuierlich versucht, Verbesserungen zu erreichen, durch Teilnahme an der Fluglärmkommission und bei direktem Austausch und Besprechungen mit der US-Army. Mitte 2020 wurden die Flugrouten und -höhen überprüft und aktualisiert und so Verbesserungen erreicht.

Kenndaten des Flugplatzes Illesheim:

  • ICOA Code: ETIK

  • IATA Code: ILH

  • Baujahr 1936

  • Höhe über NN: 325 m (1066 ft)

  • Fläche: 164 ha